Wer die schmatzenden und glucksenden Massen meiden will, fährt natürlich nicht zum Baumblütenfest! Alle Schiffe und Züge verkehren überfüllt eigentlich nur noch vom "armen" Potsdam ins wohlhabende Werder ("Obstwein sei Dank"). Die tapferen FITMACHER. bekamen sogleich fachkundige Erläuterungen auf der Expressbootstour vom historischen Potsdam - unterwegs gleich noch ein Fernblick auf das heimische Seeadler-Pärchen - über die Seen nach Werder, inklusive dem objektiven Tipp vom Kapitän, wo es den besten Obstler gibt.Glücklicherweise ist der Rummel morgens noch gering und die griechischen Pitas mit Feta sahen schon recht lecker aus und hätten sich vermutlich auch als alternativer Proviant geeignet. Nun zog es die "Stockkünstler" weg von der Insel hinauf auf die Obstberge. Vorbei an den Obsthainen und den Weinstöcken gab es oben dann auch noch ein paar Blüten zu sehen. Nachdem wir von oben einen kleinen Überblick gewonnen hatten, war die Motivation einen Obsthof mit Hanglage zu besuchen begeisternd groß. Mitten zwischen den Hainen gab es frisch gegärten Obstsaft und selbstgemachten Kuchen. Diese konnte man mit ein biss'l Organisationstalent dann - wie zu Ribbeck's Zeiten - zusammen mit den Lunchbroten direkt unterm Obstbaum genießen.
Gut gestärkt und erholt ging es dann ab in die Glindower Alpen. Dieses Mininaturschutzgebiet durch urigen Wald mit Hügeln und Tümpel (Hexenpfuhl) führt schließlich zum Ziegelei Museum Glindow. Der Weg am Glindower See führt direkt weiter nach Petzow, wo wir es uns nicht nehmen ließen das Petzower Schloss von Schinkel und seinem weitläufigen Landschaftspark von Lenné zu bewundern. Zwischen dem Haussee und dem Schwielowsee gibt es eine schöne Liegewiese, die man unbedingt für eine faule Sonnenpause - inklusive Füße abkühlen - nutzen sollte.
Da zum Baumblütenfest der Schiffsverkehr auf dem Schwielowsee eingestellt wird, ging es weiter vorbei am Resort Schwielowsee, im - für die Gegend unüblichen - amerikanischen Baustil über die Havel Richtung Franzensberg. Nachdem die Beine immer schwerer wurden und wir den halben und nicht ganz so kleinen Schwielowsee umrundet hatten erreichten wir unser Endziel, das Strandbad am Caputher Gmünd. Unter Palmen am Strand gab es Leckeres vom Grill - mit soooo groooßen Gruppen hat so manche Bedienung, im ansonsten idyllischen Restaurant seine Probleme - sowie Relaxen auf der Wiese oder Abkühlen der Sohlen im Wasser.
Mit ein biss'l Dusel gab es auch noch einen Zug, der uns wenigstens zum Stadtrand von Potsdam beförderte - bevor er die Gäste des stark besuchten Werders bevorzugte - und wir von dort noch eine Stadtrundfahrt vorbei am ehemaligen Lufthafen durch Potsdam zum zentralen Bahnhof genießen konnten, von wo aus wir doch lieber die damals noch intakte S-Bahn wegen Überfüllung der RE-Züge aus Werder bevorzugten.
Für begeisterte Nachahmer gibt es den GPS-Track
zum Nachwandern.

