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Sport und Freizeit in Wilmersdorf e.V. - Die Fitmacher.

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Die Stockenten auf Schneetour

aniAn einem schönen Wochenende Mitte März zog es eine Herde an Stockenten in das ferne Erzgebirge nach Oberwiesenthal. Am Morgen nach der nächtlichen, feucht-fröhlichen Hüttenpartie in einem unser wirklich großen wie komfortablen Appartements ging es bewaffnet mit Snowshoes, neben dem üblichen Equipment, ab zur Piste - äh - Loipe. Nachdem wir unsere einzige kompetente Trainerin zu Hause lassen mussten - bleib gesund Paula - haben wir nach einer erfolgreichen Abstimmung - ok, und einer kleinen Literaturrecherche - auch heraus gefunden, wie herum man die Dinger eigentlich anschnallt. Nach den obligatorischen, eleganten, und akrobatischen Aufwärmübungen gab es vom Hilfstrainer noch eine kleine Technikeinweisung mit sofortigem Ausprobieren, um auch für die Extremsituationen im Mittelgebirge jederzeit gerüstet zu sein. Das erste Wegstück neben der Langlaufloipe wurde locker zurückgelegt. Im Wald angekommen ging es erst mal zu wie am Grunewaldsee: Imbissbude, Schlepplift durch eine wunderschöne Winterlandschaft, die geheime Exklusivpiste durch eine schmale Waldschneise, jede Menge Wanderer und im Winter, halt nicht zu vermeiden, auch noch Schmallangschiläufer.


Nachdem auch wir auf fester Piste unseren ersten Anstieg gut überstanden hatten, war die Bande nicht mehr zu halten. Es ging ab in den jungfräulichen Waldweg. Vorschriftsmäßig wurde der Pathfinder an der Spitze regelmäßig abgelöst, nachdem durch ständiges Einsinken in den mitteltiefen Schnee (~30 cm) und Herausheben des Fußes samt modernen Plastikschuh, seine Kräfte merklich nachließen. Der Lohn der Arbeit konnte dann der Letzte der zehn Zwerge genießen, der locker auch ohne Tiefschneehilfe in den plattgedrückten Spuren laufen konnte. Wie das halt so ist, haben aber Abkürzungen auch ihre Tücken. Nach kurzem echten TiefschneeWaldfeeling kreuzte die geheime Piste unsere Route und es ging weiter über die Rodelstrecke, direkt zur gesperrten schwarzen Piste steil hinauf direkt zum Gipfel - ein Autoparkplatz :-) Unterwegs wurden noch ein paar Fotos aus verschiedenen Positionen und Perspektiven geschossen, die den Mut der Truppe und vor allem, um die letzten, winterlichen Eindrücke noch rechtzeitig festzuhalten.

Auch beim Lunch auf dem Berg wurde auf passende winterliche Stimmung wert gelegt. Beim Schorsch und dem Huber gab es Thüringer - sah zumindest so ähnlich aus - und heißen Tee zu unseren selbst mitgeschleppten Leckereien, draußen in der Sonne bei nicht zu überhörender Apresskimusi mit bemerkenswerten, tiefgehenden Texten. Nachdem auch der Letzte genügend Sonne für den abendlichen roten Teint getankt hatte, wurden verschiedene Optionen bergab getestet, wie das Rodeln, Schwebebahn gondeln, und natürlich die Schneeschuhe bergab rundlaufen um den Fichtelberg. Wie durch ein Wunder fanden sich dann die meisten Extremsportler wieder beim Aprescafe zu leckeren Appelstruddel und weiteren Konditorleckereien im Ort wieder zusammen.

Nach 11 km und superschweren Beinen, irgendwie in irgendeiner Position zu relaxenden Muskeln, heißer Dusche/Bad, und einer schläfrigen Erholungssucht endete der Abend dann nicht nur in einem russischen Blockhaus mit vielen Expeditionsberichten, -andenken und -fotos rund um die Welt vom Himalaya, Kaukasus, den Anden, Kilimandscharo, .... des ostbekannten "Reinholdmessners" der Sachsen, sondern wir wurden auch noch begeisterte Zeugen des Endes der Skisaison 2008/2009 an der tschechischen Grenze mit Nachtskifahren, Fackellauf und Lasershow zu Jean Michel Jarré Musi.

Obwohl wir natürlich auch noch am Sonntag unsere Schneeschuhe - inzwischen als erfahrene Profis - nochmals ausnutzen wollten, machte uns Petrus mit ekligem, kaltem Regen einen deutlichen Strich durch unsere ausgefeilte Planung. Aber Dank unserer gesammelten Kulturkenntnisse wurde kurzerhand beschlossen, dass man auch unter Tage - trocken - wandern kann. So fuhren die 10 Zwerge kurzerhand in das historische Bergwerk von Annaberg ein. Auf den jahrhundertealten Spuren vieler armer Bergleute wurde alles Wissenswerte 600 m tief im Berg in Erfahrung gebracht. Natürlich wurde auch an der speziellen Untertagewalkingtechnik gefeilt. Summasumarum kann man einfach insbesondere nach dem erfolgreichen Besuch in einem örtlichen Devotionalienladen festhalten, dass die Tour Allen viel Spaß gemacht hat, und die Stockenten ihr Technikrepertoire erfolgreich erweitert haben.

Euer Zwergerpel Jan
Aktualisiert ( Donnerstag, den 26. März 2009 um 10:29 Uhr )  
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